Dürfen wir vorstellen: Die Salbei, das Kraut, das Ihnen bei allerlei Leiden hilft, Schweissausbrüche verhindert, zudem auch noch gut schmeckt und heute mit seinen Chia-Samen sogar als „Superfood“ gilt. Doch der Reihe nach.

Der Name Salvia leitet sich vom lateinischen „salvare“ ab, was „heilen“ bedeutet. Schon im alten Ägypten setzte man das Kraut gegen Bauchkrankheiten, Zahnschmerzen und Asthma ein. Die Römer empfahlen Salbei bei Husten, Heiserkeit und zur Wehenförderung. Zu Zeiten von Karl dem Grossen, fand man das Kraut in jedem Klostergarten wieder. So lobt Walafrid Strabo, ein Mönch des Klosters Reichenau am Bodensee, in seinem Lehrgedicht „Hortulus“ aus dem 9. Jahrhundert die Heilzwecke der Salvia in hohen Tönen: „Die Salbei leuchtet an erster Stelle hervor, ist lieblich im Geruch, bedeutend an Kraft und nützlich als Trank; hilfreich ist sie befunden in den meisten Krankheiten der Menschen und hat es verdient, sich stets einer grünen Jugend zu erfreuen.“

„Bei guter Gesundheit“ hiess ein äusserst beliebter „Cocktail“ im zehnten Jahrhundert. Arabische Ärzte haben frischen Salbeitee mit Honig gesüsst und zur Steigerung ihrer geistigen Fähigkeiten und Konzentration getrunken. Tönt gesund und fein, prost!

Einige Hundert Jahre später noch, im 13. Jahrhundert, lehrte man an der ältesten medizinischen Fakultät Europas im italienischen Salerno diesen eindrucksvollen Satz: „Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?“ Die in blau oder violett blühende Salbei sollte in jedem Kräutergarten vorkommen, fand man. Diesen Rat geben wir gerne an Sie weiter: Besorgen Sie sich eine Salbeipflanze. Sie gedeiht nicht nur im Garten wunderbar, sondern auch in Töpfen auf dem Fenstersims oder auf dem Balkon. Es wird behauptet, lebende oder getrocknete Salbei-Pflanzen würden Schädlinge bekämpfen, weshalb sie oft zwischen Kohl und Rüebli gepflanzt wird. Neben ihren vielen positiven Eigenschaften schmeckt Salbei auch vorzüglich zu Fleisch, zu Pasta, in Tees und vielem mehr! Ein feines Rezept für einen erfrischenden Sommerdrink finden Sie weiter unten!

Doch was kann die Salbei (Salvia officinalis) alles? Sie ist eine Heilpflanze mit starker antibakterieller, pilzfeindlicher, schweisshemmender und zusammenziehender Wirkung. In der heutigen Pflanzenheilkunde verwenden wir Salbei vor allem in folgenden drei Gebieten: Atemwegserkrankungen, Probleme im Mund- und Rachenraum (einschliesslich der Zahnpflege) sowie bei übermässigem Schwitzen.

Bevor wir herkömmliche Zahnpasta kannten, wickelte man sich ein Salbeiblatt um den Zeigefinder und massierte damit die Zähne und das Zahnfleisch. Dies hat die Bakterien abgetötet, Beläge entfernt, das Zahnfleisch gestärkt und vor Blutungen bewahrt und den Atem erfrischt. Eine tolle Sache, sollten Sie beim Zelten aus Versehen die Zahnpasta zuhause vergessen haben! Vielleicht achten Sie beim nächsten Einkauf auch wieder einmal darauf, eine Zahnpasta mit Salbei auszuprobieren. Was seit Jahrhunderten so gut hilft, sollte man beibehalten, finden wir!

Ihr Hals kratzt und der Rachen schmerzt? Dann probieren Sie es einmal mit einfachen Salbeibonbons, bevor Sie sich mit Medikamenten eindecken! Salbei wird seit Jahrhunderten zur Behandlung bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Das Kraut enthält bestimmte ätherische Öle (z.B. Thujon) und zusammenziehende Tannine (z. B. Rosmarinsäure). Salbeibonbons aus Honig und Bienenwachs wurden schon im Mittelalter als Behandlungsmethode bei Tuberkulose eingesetzt. Sie halfen dabei, Hustenattacken zu lindern. Aus Schriften wissen wir, dass Mönche dazu auch häufig einen Sirup aus Honig, Salbei und Apfelessig herstellten. Er diente zur Behandlung von Husten, Erkältungen, Halsentzündungen und Bronchitis – und wurde so damals zum beliebtesten Heilmittel.

Wir empfehlen Ihnen einen einfachen Salbeitee mit Honig und Zitronensaft. Den können Sie trinken oder damit gurgeln bei Husten, Halsschmerzen sowie einer Entzündung des Zahnfleisches, der Mandeln, des Rachens oder des Kehlkopfes und allen anderen Erkältungskrankheiten. Sollten Sie Sänger sein – ob professionell oder unter Dusche – und es einmal übertrieben haben, hilft der Tee auch hier. Sie werden schon bald wieder bei kräftiger Stimme sein!

Salbei

Der Salbeitee hilft zudem bei Hauptproblemen, Müttern, die beim Abstillen sind, weil er den Milchfluss eindämmen kann und er kann sogar den Blutzuckerspiegel senken.

So bereiten Sie den Tee zu: Frische Salbeiblätter in eine Tasse füllen, bis sie ca. zu einem Viertel voll ist. Dann kochendes Wasser darübergiessen und eine bis drei Minuten ziehen lassen. Geben Sie ein bisschen Honig, Agavensirup oder sonstige Zuckeralternativen dazu, sowie ein paar Spritzer Zitronen- oder Limettensaft.

Dieser Tee hilft sogar bei der Verdauung, stärkt den Magen, fördert den Stoffwechsel und hilft dabei, Übergewicht abzubauen. Auch bei Beschwerden in den Wechseljahren, während der Menstruation oder beim Abstillen, kann der Tee Linderung schaffen bei verschiedenen Symptomen.

Sie können den Tee auch äusserlich anwenden für Waschungen, Spülungen oder Bäder. Im Sommer kann ein kühles Fussbad mit Salbeitee übermässiges Schwitzen vorbeugen. Auch schlecht heilende Wunden oder Ekzeme können Sie damit behandeln und Insektenstiche beissen nicht mehr so stark, wenn Sie die Stiche mit dem Tee betupfen.

Kommen wir zum Genuss-Teil, denn Salbei wird Ihnen auch in der Küche viel Freude bereiten! Durch ihre verdauungsfördernde Wirkung, wird sie oft in schweren, fettigen Speisen verwendet. Zum sämigen Parmesan-Risotto und dem „Saltimbocca“ passt sie darum sehr gut.

Schon im Mittelalter wurden Rindfleisch und Geflügel mit Hilfe von Salbeiblättern und Salz aromatischer und langlebiger gemacht. Das so behandelte Fleisch war auf den Märkten sehr beliebt und konnte für viel Geld verkauft werden. Probieren Sie es doch beim Grillieren und fertigen Sie eine einfache Marinade aus Olivenöl, Knoblauch, Salbei, Senf, Salz und Pfeffer an. Das Fleisch damit einreiben und für 30 Minuten einwirken lassen, bevor Sie es grillieren. Oder warum nicht einmal die Kräuterbutter mit Salbei anreichern? Lassen Sie sich vom vielseitigen Kraut inspirieren!

Die jungen, frischen Laubblätter und Blüten können roh, überbrüht oder eingelegt gegessen werden. Streuen Sie die Salbei über Salate, das gibt ihnen eine tolle Farbe und einen würzigen Geschmack! Auch in Gemüsedipps schmeckt Salbei fein, dafür einfach Magerquark mit frischen Kräutern aus dem Garten oder vom Balkon mischen, etwas Olivenöl dazu, Salz und Pfeffer und schon haben Sie einen leichten Sommer-Znacht oder eine feine Vorspeise beim Grillieren.

Mit dem ätherischen Salbeiöl würzt man übrigens auch Glacé, Süssigkeiten und Gebäck.

Ein Teil der Salbei ist heute dank den Food-Blogs in aller Munde: Chia, die Klausen von Salbei-Arten, die oft auch als Samen bezeichnet werden. Man zählt sie zu den sogenannten „Superfoods“, denn mit ihrem Gehalt an Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren stellen sie manch anderes Lebensmittel in den Schatten. Welche Rezepte Sie mit Chia ausprobieren können, sehen Sie hier.

Hier verraten wir Ihnen ein Rezept für einen feinen und erfrischenden Drink mit Salbei, der an Ihrer nächsten Gartenparty so manchen Gast erfreuen wird: Legen Sie zwei, drei Salbeiblätter in jedes Glas und füllen Sie es mit Eis auf. Pressen Sie eine Grapefruit aus und geben Sie zwei Teelöffel des frischen Fruchtsaftes in jedes Glas. Jetzt mit etwas Prosecco oder Champagner auffüllen und mit Salbeiblättern und einem Grapefruit-Schnitz garnieren. Zum Wohl!

Bei Rausch finden Sie die Salbei in unserer hochwertigen Pflegelinie für graues oder weisses Haar , das übrigens auch bei blondem Haar wunderbar gegen den Gelbstich wirkt, und in den . Die ätherischen Öle im Salbei schenken dem Haar frischen und natürlichen Duft. Da die Salbei auch desinfizierend und desodorierend wirken, finden Sie das Kraut auch in unserem Deo. Ein ideales Produkt für alle aktiven Menschen, aber speziell auch für die Jahre während der Pubertät oder der Wechseljahre.