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Zinnkraut | Was ist das?

Zinnkraut ist reich an naturreiner Kieselsäure, welche das Bindegewebe der Kopfhaut günstig beeinflusst. Zinnkraut glättet und regeneriert die äussere Schicht des Haarschaftes, das Haar wird widerstandsfähig, stark und gewinnt an Spannkraft und natürlichem Glanz.

Zinnkraut

Auf Äckern, in Gräben und an Böschungen gedeiht das Zinnkraut besonders gut. Es bevorzugt lehmige, feuchte Böden und wird in so manchem Garten als Unkraut verteufelt. Es ist auch heute noch bekannt unter dem Namen Ackerschachtelhalm. Nur Kenner sollten das Kraut sammeln gehen, denn es ist leicht mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm zu verwechseln.

Kieselsäure zählt zu den Hauptwirkstoffen des Zinnkrautes, deshalb wirkt es stärkend auf das menschliche Bindegewebe. Extrakte der Pflanze regen den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Als Teezubereitung wirkt Zinnkraut gegen bakterielle und entzündliche Vorgänge in Blase und Niere. Äusserlich angewendet hilft der Ackerschachtelhalm bei Wunden und Entzündungen.  

Schon im antiken Griechenland kannte man Zinnkraut als Hippuris (= Pferdeschweif), da die Triebe dem Schweif gleichen. Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp setzte das Zinnkraut gegen Rheuma und Gicht ein. Seinen Namen verdankt das Zinnkraut dem volkstümlichen Brauch, Zinngeschirr mit der Pflanze glänzend zu polieren. Die in der Pflanze enthaltenen Kieselsäurekristalle wirken wie eine Art Schmirgelpapier auf das Metall.

Kaum zu glauben: Das Zinnkraut ist ein Gewächs aus uralten Zeiten, als noch riesige Schachtelhalmwälder die Erde bedeckten. Vor etwa 350 Millionen Jahren, im Zeitalter des Karbons, wuchsen Schachtelhalme bis zu 30 Meter hoch und überwucherten zusammen mit Farnen und Bärlapp unseren Planeten.