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Spitzwegerich | Was ist das?

Die eleganten, gefasert spitzen Blätter enthalten unter anderem äusserst milde Schleimstoffe, Kieselsäure, Gerbstoffe, Flavonoide und Mineralstoffe mit einem hohen Zink- und Kaliumanteil. Spitzwegerich hat eine entzündungshemmende, lindernde und stärkende Wirkung auf die Kopfhaut.

Spitzwegerich

Der König am Wegrand, wie der Spitzwegerich gerne genannt wird, ist eine ausdauernde, krautartige Pflanze und gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Ursprünglich stammt der Spitzwegerich aus Europa, heute ist er aber weltweit vertreten.  

Auf Lunge und Bronchien hat der Spitzwegerich eine ganz besondere Wirkung. Die in der Heilpflanze enthaltenen Glycoside lindern Hustenanfälle und helfen sogar bei Lungenentzündungen. Zudem enthält der Spitzwegerich Gerb- und Schleimstoffe, die Entzündungen der Atemwege lindern und – in der Kosmetik verwendet – eine schützende und einhüllende Wirkung auf Haut und Haar haben.

[Tipp: Bei kleinen Hautabschürfungen beim Wandern kann man ein Spitzwegerichblatt direkt auf die Wunde pressen, das stoppt die Blutung und beschleunigt die Heilung.]

Im Mittelalter verwendete man den Spitzwegerich bei Krankheiten wie Blasenschwäche, Asthma, Husten, Fieber, Gicht und Augenentzündungen. In einem der grössten Kräuterwerke dieser Zeit bezieht sich der Arzt und Apotheker Jacob Theodor unter anderem auf den Spitzwegerich. Er beschreibt, wie Brandwunden und Geschwüre mit Spitzwegerichsalbe behandelt und geheilt werden können. Der Schweizer Kräuterpfarrer und Naturarzt Johann Künzle hielt die Pflanze für eines der wichtigsten Naturheilmittel überhaupt.

Kaum zu glauben: Während und nach den beiden Weltkriegen und während der Weltwirtschaftskrise gab es kaum grünes Gemüse zu kaufen. Überhaupt hatten die Menschen wenig gesunde Nahrungsmittel zur Verfügung. In jener Zeit war Salat aus wild wachsendem Spitzwegerich ein sehr beliebter Ersatz für unerschwingliches oder nicht erhältliches Grünzeug.